Der ultimative Guide für Introvertierte und Schüchterne

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KAPITEL 1.6

Persönliche Stärken introvertierter Menschen

Glaubst du dass du als introvertierter Mensch den extrovertierten gegenüber im Nachteil bist? Bestimmt hast du dir in der ein oder anderen Situation auch schon mal gewünscht, extrovertierter zu sein, oder? Zum Beispiel während einer Diskussion, bei der die anderen jedes Mal, wenn du dir gerade einen passenden Satz überlegt hast, schon wieder zum nächsten Thema gesprungen sind. Oder noch schlimmer: Wenn du neue Leute kennenlernst, aufmerksam zuhörst und dich dann jemand fragt, warum du so still bist. Als wäre das etwas Schlechtes! Sowas kann ziemlich frustrierend sein.

In solchen Situationen kann es schnell passieren, dass man nur die persönlichen Schwächen sieht. Alle anderen bekommen das doch auch hin, nur ich wieder nicht! Wir sehen nur das, was uns nicht so gut liegt, und fokussieren uns auf das Problem. Besser wäre es, lösungsorientiert zu denken. Wie kann ich einer Schwäche mit einer Stärke entgegenwirken? Mit diesem Perspektivenwechsel können wir viel mehr erreichen. Und ja, auch Introvertierte haben eine Menge persönliche Stärken. Solche, die ihnen den ein oder anderen Vorteil verschaffen können – wenn sie diese einzusetzen wissen.

„Man wirft den Menschen immer vor, dass sie ihre Mängel nicht erkennen. Noch weniger aber kennen sie ihre Stärken. Sie sind wie das Erdreich. In vielen Grundstücken sind Schätze verborgen, aber der Besitzer weiß nichts von ihnen.“ – Jonathan Swift

Menschen mit niedrigem Selbstwertgefühl sind oftmals ihre eigenen größten Kritiker. Sie sind so selbstkritisch, dass sie ihre Stärken gar nicht als solche erkennen. Dabei haben auch ruhige Menschen eine Menge persönliche Stärken.

Die acht größten habe ich dir hier aufgelistet. Ich bin mir sicher, du erkennst dich in der einen oder anderen wieder (oder findest selbst noch weitere).

Persönliche Stärken von introvertierten Menschen

1. Qualität
Dass Introvertierte Zeit zum Nachdenken brauchen, bevor sie etwas sagen oder tun, ist keine Schwäche, sondern eine große persönliche Stärke. Wir lassen nicht einfach ungefiltert all das raus, was uns durch den Kopf geht. Wir bringen unsere Gedanken und Ideen zuerst in Form, bevor sie das Licht der Welt erblicken.

Introvertierte wählen ihre Worte mit Bedacht und legen großen Wert auf die Qualität und die Bedeutung ihrer Aussagen. All unsere Äußerungen laufen zuvor durch eine Art Filtersystem. Dort wird geprüft, ob sie wichtig und richtig sind, ob wir sie gut begründen können und ob sie zum aktuellen Gesprächsthema passen. Wenn du introvertiert bist, hat das, was du sagst, also mit Sicherheit Substanz und ist es wert, gehört zu werden.

2. Kreativität
Kreativität muss nicht zwingend etwas mit Kunst oder Musik zu tun haben. Wir sind kreativ, wenn wir etwas Neues erschaffen oder erdenken.

Und wenn es um das „Erdenken“ geht, sind Introvertierte ganz vorne mit dabei. Denn wir fühlen uns in unserer eigenen Gedankenwelt besonders wohl. Wir sind es gewohnt, viel nachzudenken, zu analysieren und zu reflektieren. Diese Momente der Stille werden von vielen Introvertierten auch dazu genutzt, ihre Gedanken und Einfälle nach außen zu bringen. Zum Beispiel beim Malen oder Schreiben können wir in unserem eigenen Tempo vorgehen und unsere innersten Gedanken und Gefühle verarbeiten.

3. Fokus
Introvertierte sind gut darin, sich längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren. Dem, was wir gerade tun, widmen wir unsere gesamte Kraft und Aufmerksamkeit und lassen uns nicht so leicht davon ablenken. So können wir einer Aufgabe geduldig und beharrlich über längere Zeit nachgehen, bis wir zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommen.

4. Zuhören
Das Zuhören ist eine Fähigkeit, die in der heutigen Zeit gerne vernachlässigt wird. Viele Menschen hören ihrem Gesprächspartner nur auf halbem Ohr zu, während sie sich nebenbei schon überlegen, was sie antworten wollen. Sie sind bei sich selbst, nicht bei ihrem Gegenüber.

Wir introvertierten Menschen sind von Natur aus gute Beobachter. Wir nehmen uns Zeit, die aufgenommenen Informationen in einem Gespräch zu verarbeiten. Dadurch fällt es uns leicht, das Wesentliche aus den Worten und der Körpersprache des anderen herauszufiltern. Und wir können in unseren Antworten direkt darauf eingehen. Wünscht sich nicht jeder einen Gesprächspartner, der einem seine volle Aufmerksamkeit schenkt? Das Zuhören ist ein wirkungsvolles Tool, um tiefgehende Beziehungen zu entwickeln.

5. Vorsicht
Introvertierte denken zuerst gründlich nach, bevor sie etwas in die Tat umsetzen. Im Gegensatz zu Extrovertierten, die für eine Belohnung gerne auch mal Risiken auf sich nehmen, haben wir ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis. Wenn wir etwas tun, wollen wir uns so wenig Risiken wie möglich aussetzen.

Daher wägen wir im Vorfeld genau ab, wo die Vor- und Nachteile einer Entscheidung liegen (Willkommen im Club der Pro- und Contra-Listen-Schreiber!). Diese Tendenz zu gut durchdachten Entscheidungen macht Introvertierte übrigens auch zu guten Führungspersonen.

6. Analytisches Denken
Recherchieren, Vergleichen, Zusammenhänge erkennen, Strukturieren und Strategien entwickeln – das können Introvertierte außerordentlich gut. Besonders in unübersichtlichen Situationen ist diese Fähigkeit hilfreich. Wir können damit Ordnung und Klarheit schaffen und schneller zur Lösung eines Problems gelangen.

7. Ruhe
Wenn wir eine innere Ruhe ausstrahlen, wirkt sich das auch auf die Menschen in unserem Umfeld aus. Vor allem in stressigen Situationen oder hitzigen Diskussionen können Introvertierte als Ruhepol für mehr Entspannung sorgen. Durch ein ruhiges Sprechtempo, kurze Pausen zum Nachdenken und eine gelassene Körpersprache, bringen wir unsere Ruhe in den Austausch mit anderen ein – und sorgen so für eine angenehmere Atmosphäre.

8. Unabhängigkeit
Es ist kein Geheimnis, dass introvertierte Menschen gerne allein sind. Und genau das ist eine weitere persönliche Stärke: Wir können sehr gut eigenverantwortlich leben und arbeiten. Wir genießen diese innere Freiheit und sind gleichzeitig auch in der Lage, sie anderen zuzugestehen und sie nicht einzuengen.

Übung: Deine persönlichen Stärken

Hast du einige deiner persönlichen Stärken wiedererkannt? Dann schreib dir deine drei größten Stärken auf und notiere dir auch, in welchen Situationen sie dir besonders nützlich sind. (Mach dir dazu eine Tabelle mit zwei Spalten, in die eine schreibst du „Meine Stärken“ und in die andere „In diesen Situationen kann ich sie nutzen“.)

Übrigens ist das ein einfacher Trick, mit dem du sofort dein Selbstbewusstsein stärken kannst. Denn unsere persönlichen Stärken erinnern uns an unseren Selbstwert und helfen uns dabei, besser mit Zurückweisung umzugehen.

ZUM VORIGEN KAPITEL
ZUM NÄCHSTEN KAPITEL

KAPITEL 1.6

Persönliche Stärken introvertierter Menschen

Glaubst du dass du als introvertierter Mensch den extrovertierten gegenüber im Nachteil bist? Bestimmt hast du dir in der ein oder anderen Situation auch schon mal gewünscht, extrovertierter zu sein, oder? Zum Beispiel während einer Diskussion, bei der die anderen jedes Mal, wenn du dir gerade einen passenden Satz überlegt hast, schon wieder zum nächsten Thema gesprungen sind. Oder noch schlimmer: Wenn du neue Leute kennenlernst, aufmerksam zuhörst und dich dann jemand fragt, warum du so still bist. Als wäre das etwas Schlechtes! Sowas kann ziemlich frustrierend sein.

In solchen Situationen kann es schnell passieren, dass man nur die persönlichen Schwächen sieht. Alle anderen bekommen das doch auch hin, nur ich wieder nicht! Wir sehen nur das, was uns nicht so gut liegt, und fokussieren uns auf das Problem. Besser wäre es, lösungsorientiert zu denken. Wie kann ich einer Schwäche mit einer Stärke entgegenwirken? Mit diesem Perspektivenwechsel können wir viel mehr erreichen. Und ja, auch Introvertierte haben eine Menge persönliche Stärken. Solche, die ihnen den ein oder anderen Vorteil verschaffen können – wenn sie diese einzusetzen wissen.

„Man wirft den Menschen immer vor, dass sie ihre Mängel nicht erkennen. Noch weniger aber kennen sie ihre Stärken. Sie sind wie das Erdreich. In vielen Grundstücken sind Schätze verborgen, aber der Besitzer weiß nichts von ihnen.“ – Jonathan Swift

Menschen mit niedrigem Selbstwertgefühl sind oftmals ihre eigenen größten Kritiker. Sie sind so selbstkritisch, dass sie ihre Stärken gar nicht als solche erkennen. Dabei haben auch ruhige Menschen eine Menge persönliche Stärken.

Die acht größten habe ich dir hier aufgelistet. Ich bin mir sicher, du erkennst dich in der einen oder anderen wieder (oder findest selbst noch weitere).

Persönliche Stärken von introvertierten Menschen

1. Qualität
Dass Introvertierte Zeit zum Nachdenken brauchen, bevor sie etwas sagen oder tun, ist keine Schwäche, sondern eine große persönliche Stärke. Wir lassen nicht einfach ungefiltert all das raus, was uns durch den Kopf geht. Wir bringen unsere Gedanken und Ideen zuerst in Form, bevor sie das Licht der Welt erblicken.

Introvertierte wählen ihre Worte mit Bedacht und legen großen Wert auf die Qualität und die Bedeutung ihrer Aussagen. All unsere Äußerungen laufen zuvor durch eine Art Filtersystem. Dort wird geprüft, ob sie wichtig und richtig sind, ob wir sie gut begründen können und ob sie zum aktuellen Gesprächsthema passen. Wenn du introvertiert bist, hat das, was du sagst, also mit Sicherheit Substanz und ist es wert, gehört zu werden.

2. Kreativität
Kreativität muss nicht zwingend etwas mit Kunst oder Musik zu tun haben. Wir sind kreativ, wenn wir etwas Neues erschaffen oder erdenken.

Und wenn es um das „Erdenken“ geht, sind Introvertierte ganz vorne mit dabei. Denn wir fühlen uns in unserer eigenen Gedankenwelt besonders wohl. Wir sind es gewohnt, viel nachzudenken, zu analysieren und zu reflektieren. Diese Momente der Stille werden von vielen Introvertierten auch dazu genutzt, ihre Gedanken und Einfälle nach außen zu bringen. Zum Beispiel beim Malen oder Schreiben können wir in unserem eigenen Tempo vorgehen und unsere innersten Gedanken und Gefühle verarbeiten.

3. Fokus
Introvertierte sind gut darin, sich längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren. Dem, was wir gerade tun, widmen wir unsere gesamte Kraft und Aufmerksamkeit und lassen uns nicht so leicht davon ablenken. So können wir einer Aufgabe geduldig und beharrlich über längere Zeit nachgehen, bis wir zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommen.

4. Zuhören
Das Zuhören ist eine Fähigkeit, die in der heutigen Zeit gerne vernachlässigt wird. Viele Menschen hören ihrem Gesprächspartner nur auf halbem Ohr zu, während sie sich nebenbei schon überlegen, was sie antworten wollen. Sie sind bei sich selbst, nicht bei ihrem Gegenüber.

Wir introvertierten Menschen sind von Natur aus gute Beobachter. Wir nehmen uns Zeit, die aufgenommenen Informationen in einem Gespräch zu verarbeiten. Dadurch fällt es uns leicht, das Wesentliche aus den Worten und der Körpersprache des anderen herauszufiltern. Und wir können in unseren Antworten direkt darauf eingehen. Wünscht sich nicht jeder einen Gesprächspartner, der einem seine volle Aufmerksamkeit schenkt? Das Zuhören ist ein wirkungsvolles Tool, um tiefgehende Beziehungen zu entwickeln.

5. Vorsicht
Introvertierte denken zuerst gründlich nach, bevor sie etwas in die Tat umsetzen. Im Gegensatz zu Extrovertierten, die für eine Belohnung gerne auch mal Risiken auf sich nehmen, haben wir ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis. Wenn wir etwas tun, wollen wir uns so wenig Risiken wie möglich aussetzen.

Daher wägen wir im Vorfeld genau ab, wo die Vor- und Nachteile einer Entscheidung liegen (Willkommen im Club der Pro- und Contra-Listen-Schreiber!). Diese Tendenz zu gut durchdachten Entscheidungen macht Introvertierte übrigens auch zu guten Führungspersonen.

6. Analytisches Denken
Recherchieren, Vergleichen, Zusammenhänge erkennen, Strukturieren und Strategien entwickeln – das können Introvertierte außerordentlich gut. Besonders in unübersichtlichen Situationen ist diese Fähigkeit hilfreich. Wir können damit Ordnung und Klarheit schaffen und schneller zur Lösung eines Problems gelangen.

7. Ruhe
Wenn wir eine innere Ruhe ausstrahlen, wirkt sich das auch auf die Menschen in unserem Umfeld aus. Vor allem in stressigen Situationen oder hitzigen Diskussionen können Introvertierte als Ruhepol für mehr Entspannung sorgen. Durch ein ruhiges Sprechtempo, kurze Pausen zum Nachdenken und eine gelassene Körpersprache, bringen wir unsere Ruhe in den Austausch mit anderen ein – und sorgen so für eine angenehmere Atmosphäre.

8. Unabhängigkeit
Es ist kein Geheimnis, dass introvertierte Menschen gerne allein sind. Und genau das ist eine weitere persönliche Stärke: Wir können sehr gut eigenverantwortlich leben und arbeiten. Wir genießen diese innere Freiheit und sind gleichzeitig auch in der Lage, sie anderen zuzugestehen und sie nicht einzuengen.

Übung: Deine persönlichen Stärken

Hast du einige deiner persönlichen Stärken wiedererkannt? Dann schreib dir deine drei größten Stärken auf und notiere dir auch, in welchen Situationen sie dir besonders nützlich sind. (Mach dir dazu eine Tabelle mit zwei Spalten, in die eine schreibst du „Meine Stärken“ und in die andere „In diesen Situationen kann ich sie nutzen“.)

Übrigens ist das ein einfacher Trick, mit dem du sofort dein Selbstbewusstsein stärken kannst. Denn unsere persönlichen Stärken erinnern uns an unseren Selbstwert und helfen uns dabei, besser mit Zurückweisung umzugehen.

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Persönliche Stärken introvertierter Menschen

Glaubst du dass du als introvertierter Mensch den extrovertierten gegenüber im Nachteil bist? Bestimmt hast du dir in der ein oder anderen Situation auch schon mal gewünscht, extrovertierter zu sein, oder? Zum Beispiel während einer Diskussion, bei der die anderen jedes Mal, wenn du dir gerade einen passenden Satz überlegt hast, schon wieder zum nächsten Thema gesprungen sind. Oder noch schlimmer: Wenn du neue Leute kennenlernst, aufmerksam zuhörst und dich dann jemand fragt, warum du so still bist. Als wäre das etwas Schlechtes! Sowas kann ziemlich frustrierend sein.

In solchen Situationen kann es schnell passieren, dass man nur die persönlichen Schwächen sieht. Alle anderen bekommen das doch auch hin, nur ich wieder nicht! Wir sehen nur das, was uns nicht so gut liegt, und fokussieren uns auf das Problem. Besser wäre es, lösungsorientiert zu denken. Wie kann ich einer Schwäche mit einer Stärke entgegenwirken? Mit diesem Perspektivenwechsel können wir viel mehr erreichen. Und ja, auch Introvertierte haben eine Menge persönliche Stärken. Solche, die ihnen den ein oder anderen Vorteil verschaffen können – wenn sie diese einzusetzen wissen.

„Man wirft den Menschen immer vor, dass sie ihre Mängel nicht erkennen. Noch weniger aber kennen sie ihre Stärken. Sie sind wie das Erdreich. In vielen Grundstücken sind Schätze verborgen, aber der Besitzer weiß nichts von ihnen.“ – Jonathan Swift

Menschen mit niedrigem Selbstwertgefühl sind oftmals ihre eigenen größten Kritiker. Sie sind so selbstkritisch, dass sie ihre Stärken gar nicht als solche erkennen. Dabei haben auch ruhige Menschen eine Menge persönliche Stärken.

Die acht größten habe ich dir hier aufgelistet. Ich bin mir sicher, du erkennst dich in der einen oder anderen wieder (oder findest selbst noch weitere).

Persönliche Stärken von introvertierten Menschen

1. Qualität
Dass Introvertierte Zeit zum Nachdenken brauchen, bevor sie etwas sagen oder tun, ist keine Schwäche, sondern eine große persönliche Stärke. Wir lassen nicht einfach ungefiltert all das raus, was uns durch den Kopf geht. Wir bringen unsere Gedanken und Ideen zuerst in Form, bevor sie das Licht der Welt erblicken.

Introvertierte wählen ihre Worte mit Bedacht und legen großen Wert auf die Qualität und die Bedeutung ihrer Aussagen. All unsere Äußerungen laufen zuvor durch eine Art Filtersystem. Dort wird geprüft, ob sie wichtig und richtig sind, ob wir sie gut begründen können und ob sie zum aktuellen Gesprächsthema passen. Wenn du introvertiert bist, hat das, was du sagst, also mit Sicherheit Substanz und ist es wert, gehört zu werden.

2. Kreativität
Kreativität muss nicht zwingend etwas mit Kunst oder Musik zu tun haben. Wir sind kreativ, wenn wir etwas Neues erschaffen oder erdenken.

Und wenn es um das „Erdenken“ geht, sind Introvertierte ganz vorne mit dabei. Denn wir fühlen uns in unserer eigenen Gedankenwelt besonders wohl. Wir sind es gewohnt, viel nachzudenken, zu analysieren und zu reflektieren. Diese Momente der Stille werden von vielen Introvertierten auch dazu genutzt, ihre Gedanken und Einfälle nach außen zu bringen. Zum Beispiel beim Malen oder Schreiben können wir in unserem eigenen Tempo vorgehen und unsere innersten Gedanken und Gefühle verarbeiten.

3. Fokus
Introvertierte sind gut darin, sich längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren. Dem, was wir gerade tun, widmen wir unsere gesamte Kraft und Aufmerksamkeit und lassen uns nicht so leicht davon ablenken. So können wir einer Aufgabe geduldig und beharrlich über längere Zeit nachgehen, bis wir zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommen.

4. Zuhören
Das Zuhören ist eine Fähigkeit, die in der heutigen Zeit gerne vernachlässigt wird. Viele Menschen hören ihrem Gesprächspartner nur auf halbem Ohr zu, während sie sich nebenbei schon überlegen, was sie antworten wollen. Sie sind bei sich selbst, nicht bei ihrem Gegenüber.

Wir introvertierten Menschen sind von Natur aus gute Beobachter. Wir nehmen uns Zeit, die aufgenommenen Informationen in einem Gespräch zu verarbeiten. Dadurch fällt es uns leicht, das Wesentliche aus den Worten und der Körpersprache des anderen herauszufiltern. Und wir können in unseren Antworten direkt darauf eingehen. Wünscht sich nicht jeder einen Gesprächspartner, der einem seine volle Aufmerksamkeit schenkt? Das Zuhören ist ein wirkungsvolles Tool, um tiefgehende Beziehungen zu entwickeln.

5. Vorsicht
Introvertierte denken zuerst gründlich nach, bevor sie etwas in die Tat umsetzen. Im Gegensatz zu Extrovertierten, die für eine Belohnung gerne auch mal Risiken auf sich nehmen, haben wir ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis. Wenn wir etwas tun, wollen wir uns so wenig Risiken wie möglich aussetzen.

Daher wägen wir im Vorfeld genau ab, wo die Vor- und Nachteile einer Entscheidung liegen (Willkommen im Club der Pro- und Contra-Listen-Schreiber!). Diese Tendenz zu gut durchdachten Entscheidungen macht Introvertierte übrigens auch zu guten Führungspersonen.

6. Analytisches Denken
Recherchieren, Vergleichen, Zusammenhänge erkennen, Strukturieren und Strategien entwickeln – das können Introvertierte außerordentlich gut. Besonders in unübersichtlichen Situationen ist diese Fähigkeit hilfreich. Wir können damit Ordnung und Klarheit schaffen und schneller zur Lösung eines Problems gelangen.

7. Ruhe
Wenn wir eine innere Ruhe ausstrahlen, wirkt sich das auch auf die Menschen in unserem Umfeld aus. Vor allem in stressigen Situationen oder hitzigen Diskussionen können Introvertierte als Ruhepol für mehr Entspannung sorgen. Durch ein ruhiges Sprechtempo, kurze Pausen zum Nachdenken und eine gelassene Körpersprache, bringen wir unsere Ruhe in den Austausch mit anderen ein – und sorgen so für eine angenehmere Atmosphäre.

8. Unabhängigkeit
Es ist kein Geheimnis, dass introvertierte Menschen gerne allein sind. Und genau das ist eine weitere persönliche Stärke: Wir können sehr gut eigenverantwortlich leben und arbeiten. Wir genießen diese innere Freiheit und sind gleichzeitig auch in der Lage, sie anderen zuzugestehen und sie nicht einzuengen.

Übung: Deine persönlichen Stärken

Hast du einige deiner persönlichen Stärken wiedererkannt? Dann schreib dir deine drei größten Stärken auf und notiere dir auch, in welchen Situationen sie dir besonders nützlich sind. (Mach dir dazu eine Tabelle mit zwei Spalten, in die eine schreibst du „Meine Stärken“ und in die andere „In diesen Situationen kann ich sie nutzen“.)

Übrigens ist das ein einfacher Trick, mit dem du sofort dein Selbstbewusstsein stärken kannst. Denn unsere persönlichen Stärken erinnern uns an unseren Selbstwert und helfen uns dabei, besser mit Zurückweisung umzugehen.

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