Hattest du schon mal einen Kater von zu viel Gesellschaft? Dann bist du sehr wahrscheinlich introvertiert!

Sozial verkatert – wenn dir alles zu viel wird

Ich habe mich schon oft verkatert gefühlt, nachdem ich lange Zeit mit vielen Menschen zusammen war. Wenn ich dabei keine Möglichkeit habe, mich mal kurz zurückzuziehen, bin ich irgendwann fix und fertig. Ich bekomme Kopfschmerzen, kann mich nicht mehr konzentrieren und ziehe mich innerlich zurück.

Es ist nicht so, dass ich ungern mit Freunden oder Familie zusammen bin. Ganz im Gegenteil, ich genieße es sogar sehr. Aber um diese geselligen Momente wirklich genießen zu können, brauche ich dazwischen auch immer wieder Zeit für mich.

Pausenlos von Menschen umgeben zu sein, kann einen schlimmeren Kater verursachen als eine Flasche Tequila. Dabei kommt es für Introvertierte (ähnlich wie beim Alkohol) ganz auf die Dosis an.

Wenn du wissen möchtest, ob du auch schon mal so einen Kater hattest, sind das hier die 5 Anzeichen für einen solchen „Introvert Hangover“:

Die 5 Anzeichen für einen sozialen Kater

  1. Du kannst dich nicht mehr konzentrieren
    Es fühlt sich an, als wäre dein Gehirn so erschöpft, dass du nicht mehr klar denken kannst. Es fällt dir schwer, Entscheidungen zu treffen, dich an Details zu erinnern und du brauchst viel länger, um Dinge zu verarbeiten.
  2. Kleinigkeiten werfen dich aus der Bahn
    Selbst, wenn es dich normalerweise nicht sonderlich mitnimmt, dass du ein Glas umkippst, jemand einen blöden Kommentar macht oder du einfach nur dein Shirt nicht finden kannst – mit einem sozialen Kater sieht das ganz anders aus. Es kann sein, dass dich solche Kleinigkeiten so sehr aufregen, dass du am liebsten schreien, weinen oder etwas umherschmeißen willst.
  3. Du fühlst dich körperlich unwohl
    Vielleicht bekommst du Kopfschmerzen, Magenschmerzen, du wirst müde oder fühlst dich wackelig auf den Beinen – jeder Körper reagiert anders.
  4. Deine Aussprache verändert sich
    Es fällt dir noch schwerer als sonst, die richtigen Worte zu finden – selbst zu simplen Dingen wollen dir die passenden Worte einfach nicht mehr einfallen. Du verhaspelst dich öfter, bringst lange Sätze nicht zu Ende (weil dir auf dem Weg dahin der rote Faden verloren gegangen ist) oder du benutzt Wörter, die in dem Zusammenhang bei längerem Nachdenken eigentlich nicht ganz so viel Sinn ergeben.
  5. Du ziehst dich innerlich zurück
    Wenn du dich nicht aus einer sozialen Situation befreien kannst, aber dein innerer Akku leer ist, setzt eine Art Schutzmechanismus ein: Du bist zwar noch körperlich anwesend, aber deine Gedanken wandern ganz woanders hin. Es kann sein, dass du mitten in einem Gespräch bist, aber deine Gedanken so laut werden, dass du die andere Person komplett ausblendest. Auch wenn es unhöflich ist: Dieser kurze Abstecher in deine Innenwelt kann dir ein kleines bisschen Kraft zurückgeben.

Wie kommt es zu dem sozialen Kater?

Im Vergleich zu Extrovertierten, reagieren Introvertierte sensibler auf Lärm und andere äußere Reize. Introvertierte ziehen ihre Kraft und Energie aus der Ruhe und dem Alleinsein.

Wenn sie unter Menschen sind, setzen sie ihre Energie dafür ein und diese entlädt sich nach und nach wie bei einem Akku. Irgendwann ist der Akku leer und muss wieder aufgeladen werden – wenn wir über diesen Punkt hinausgehen, setzt irgendwann der Kater ein und wir brauchen viel länger, um uns wieder zu erholen.

Was kann man gegen den sozialen Kater tun?

Das einzige Heilmittel ist das, was auch bei „normalem“ Kater hilft: Ruhe. Nimm dir Zeit für dich in einer ruhigen Umgebung. Mach das, worauf du Lust hast und dir deine Energie zurückgibt (Vorschläge dazu findest du in diesem Blogartikel).

Und wie kann man dem Kater vorbeugen? Indem man von vornherein auf die eigenen Bedürfnisse achtet und dazu steht: Es ist okay, eine Party oder ein Treffen früher zu verlassen. Es ist okay, am Freitagabend alleine zu Hause zu bleiben. Es ist dein Leben und du darfst es so gestalten, wie es dir guttut.

Sag mir in den Kommentaren gern: Kennst du das Gefühl, von zu viel Gesellschaft verkatert zu sein? Wie gehst du damit um?