Es gibt da draußen Tausende, wenn nicht sogar Millionen verschiedener Geschichten. Einige berühren dich, andere dagegen lassen dich relativ kalt. Woran liegt das?

Triggerpunkte – wie Geschichten dich aufwecken wollen

Aus meiner Sicht können diese unterschiedlichen Reaktionen auf Geschichten drei Gründe haben:

  1. Eine aufgerissene Wunde: Die Geschichte hat ein Thema in dir angesprochen, das du verdrängt hattest und das auf Heilung wartet (nimmt dich emotional mit, meist negativ)
  2. Eine Wunschvorstellung: Die Geschichte entspricht genau dem, was du dir wünschst (nimmt dich emotional mit, meist positiv)
  3. Etwas Abgeschlossenes: Die Geschichte dreht sich um ein Thema, das du bereits bearbeitet und geheilt hast (lässt dich kalt)

Daran erkennst du, dass der Weckruf funktioniert hat

Vor Jahren habe ich noch sämtliche Liebesgeschichten verschlungen, in denen Verlustängste und eine Menge Eifersuchtsszenen vorkamen. Warum? Ich hatte selbst mit Eifersucht in Liebesbeziehungen zu kämpfen und meine Verlustangst noch nicht überwunden – deshalb haben mich solche Geschichten besonders angesprochen. Das war also mein persönlicher Weckruf, um mich auf meine Heldenreise zu begeben und meine Verlustangst zu heilen.
Und heute? Lassen mich Eifersuchtsszenen total kalt. Dafür schmelze ich bei reiferen Liebesgeschichten dahin: Bei solchen, in denen zwei starke Persönlichkeiten aufeinandertreffen und sich gegenseitig bereichern, statt zu erschöpfen.

Wenn du also das nächste Mal eine Geschichte liest, hörst oder anschaust, achte doch mal bewusst darauf, wovon du emotional mitgerissen wirst – und warum. Vielleicht versteckt sich darin dein persönlicher Weckruf für deine nächste Heldenreise.

Zur Selbstreflexion: Kannst du dich an so einen „Weckruf“ erinnern? Was meinst du, steckt dahinter?

Noch nicht genug? Hier geht’s direkt weiter mit dem nächsten Artikel: An welchem Punkt deiner Heldenreise befindest du dich? (Charisma-to-go #1.3)