5 Dinge, die du über Introversion wissen solltest

2018-07-06T11:03:37+00:00

Du hörst lieber zu, als selbst zu reden? Im kleinen Kreis fühlst du dich deutlich wohler als unter vielen Menschen? Du brauchst immer mal wieder Zeit für dich, um deine Akkus wieder aufzuladen? Du strahlst eher Ruhe und Besonnenheit aus als laut, schnell und enthusiastisch zu agieren?

Großartig, dann bist du sehr wahrscheinlich introvertiert! Und damit bist du nicht allein, denn schätzungsweise besitzen ein Drittel, wenn nicht sogar die Hälfte der Weltbevölkerung dieses Persönlichkeitsmerkmal.

1. Wir haben alle sowohl introvertierte als auch extrovertierte Anteile

Grundsätzlich trägt jeder von uns die Eigenschaften beider Richtungen in sich. Wir unterscheiden uns nur in der Ausprägung dieser Eigenschaften.
Neben den Introvertierten und den Extrovertierten gibt es auch noch die ambivertierten Menschen. Sie befinden sich in der Mitte der beiden Extreme und können je nach Kontext und Situation stärkere Ausprägungen in die eine oder andere Richtung zeigen.

Aber auch Introvertierte können sich extrovertiert verhalten und umgekehrt. C.G. Jung, der Schweizer Psychoanalytiker, der die Begriffe Introversion und Extroversion ins Leben gerufen hat, sprach sogar davon, dass wir je nach Situation „introvertieren“ oder „extrovertieren“.
Wichtig ist hierbei nur, sich dessen bewusst zu sein und Ausgleiche zu schaffen. Denn wenn wir als Introvertierte zu oft oder zu lange extrovertiert handeln (müssen), verlieren wir Energie und müssen uns die Zeit nehmen, unsere Akkus wieder aufzuladen.

2. Wie Intros und Extros Energie gewinnen

Und genau da liegt einer der größten Unterschiede zwischen Intros und Extros: Introvertierte schöpfen Kraft und Motivation aus sich selbst heraus, indem sie Zeit für sich allein verbringen, ein Buch lesen, Musik hören oder Spazieren gehen. Extrovertierte Menschen dagegen brauchen Reize von außen wie z.B. viele Menschen um sich herum und der soziale Austausch mit ihnen, ein hoher Geräuschpegel oder aufregende Erlebnisse, um Energie zu gewinnen.

Was Introvertierten Energie gibt, entzieht Extrovertierten ihre Energie und umgekehrt.

3. Wie Intros und Extros Reize verarbeiten

Diese Unterschiede lassen sich sogar im Gehirn feststellen. Introvertierte haben eine höhere Hirnaktivität, unabhängig von Arbeit oder Entspannung. Das heißt, dass Intros oft auch dann noch genügend stimuliert sind, wenn keine neuen Reize von außen kommen.

Gleichzeitig werden die aufgenommenen Reize bei ihnen intensiver verarbeitet und legen längere Bahnen zurück, als bei Extrovertierten. Dadurch brauchen sie auch länger, um zu reagieren.

Bei Extros werden die Reize weniger intensiv verarbeitet und legen kürzere Bahnen im Gehirn zurück. Dadurch können sie schneller reagieren.

Intros brauchen Zeit, um nachzudenken und ihre Gedanken zu strukturieren, bevor sie etwas sagen. Extros dagegen können ihre Gedanken am besten ordnen, wenn sie diese laut aussprechen.

4. Was Intros und Extros motiviert und antreibt

Auch in Sachen Motivation gibt es grundlegende Unterschiede bei Intros und Extros: Das Belohnungszentrum im Gehirn von Introvertierten ist nicht so stark ausgeprägt, wie bei Extrovertierten.

Während für Extros äußere Anreize besonders attraktiv sind, zeigen sie bei Intros viel weniger Wirkung. Intros haben nämlich ein starkes Sicherheitsbedürfnis und wollen Risiken weitestgehend ausschließen können.
Extrovertierte gehen aufgrund ihres stark ausgeprägten Belohnungszentrums eher Risiken ein, wenn die Aussicht auf Erfolg besteht.

Gerade wenn wir uns also mal aus unserer Komfortzone herauswagen, sollten wir Intros also an unser Sicherheitsbedürfnis denken. Wir müssen nicht wie Extros direkt mit Anlauf ins kalte Wasser springen. Nein, wir dürfen uns selbst die Erlaubnis geben, Schritt für Schritt ins Wasser zu gehen, in unserem eigenen Tempo. Dann erreichen wir auch viel eher, was wir uns vorgenommen haben.

5. Ob Intro oder Extro – Beides ist gut

Keine dieser unterschiedlichen Ausprägungen besser oder schlechter, auch wenn Extrovertierte es in unserer westlichen Gesellschaft leichter zu haben scheinen – Denn wer laut und schnell ist, zieht mehr Aufmerksamkeit auf sich.
Letztendlich ist das aber nur eine Frage der Wahrnehmung. Egal ob wir eher zur Extroversion oder zur Introversion tendieren, jede Seite hat ihre Stärken und Schwächen.

Die Kunst liegt darin, die eigenen Stärken und Bedürfnisse zu kennen und sie bestmöglich auszuleben.

Persönlichkeitsentwicklung mit Intropower

Und genau darum geht es hier bei Intropower: Sich selbst kennenzulernen, mit allen Stärken, Schwächen, Ansichten und Interessen, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und im Alltag ausleben zu können, und schließlich die eigenen Grenzen zu erkennen und sie Schritt für Schritt zu überwinden.

Und weil für sehr viele Intros eine der größten Grenzen die Schüchternheit ist, findest du hier nicht nur Artikel rund um Introversion, sondern auch viele Ressourcen, mit denen du dein Selbstbewusstsein stärken und deine Schüchternheit überwinden kannst.

Intropower ist für alle introvertierten Menschen, die sich persönlich weiterentwickeln wollen – und das natürlich auf die leise Art und Weise.

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